Das 219 Kamel ist baugleich dem 218 Kamel und unterscheidet sich lediglich durch die Bremsen. Die haben es allerdings in sich, nämlich Hydrauliköl - es sind also Hydraulikbremsen. Und da es der Trialsport war, mit dem die Firma Magura die Tauglichkeit ihrer ersten hydraulischen Felgenbremsen beweisen konnte, trägt dieses 219er Kamel von Monty auch den Namen Magura.
(Anmerkung: die nachfolgenden Zeilen sind denen der Beschreibung des 219 Alp identisch) Auch wenn man das 219 Kamel im Wettbewerbssport nicht so häufig antrifft, so ist es doch das ideale Rad für all jene, die sich gerne ab und zu balancierend und hüpfend an Hindernissen vergnügen möchten. Es ist geometrisch mit den teils erheblich teureren Wettbewerbsmodellen 220 und 221 Kamel identisch und hat auch sonst alles, was ein reinrassiges Trialrad ausmacht. Es ist daher das ideale Einsteigerrad und ein preiswertes obendrein.
Der aus 7005 T6 bestehende Alurahmen hat das für Monty typische geschwungene Unterrohr und nun den Kamelhöcker im Oberrohr. Das als „shock absorbing frame’ kurz: SAF bezeichnete System sorgt dafür, das der Rahmen die Stöße besser abfedern. Das schont das Material und natürlich auch die eigenen Gelenke. Auf der anderen Seite bildet das Heck des Rades mit also Ketten- und Bremsstreben durch entsprechende Gussets und Rohrführungen ein sehr steifes Paket.
Ein weitere Beweis dafür, dass man sich bei Monty über alle Details Gedanken macht, ist die Sattelklemmung. Sie Sitzt weiter unten als üblich und beschert Kurzbebeinten nach der Demontage des Sattels ein glattes Oberrohr mit einem Abstand zum Boden von nur 50 cm.
Vorbau und Lenker des 219 Kamel stammen vom Wettbewerbsrad 220 Kamel. Durch die geschwungene Form kann die Position der Griffe durch Drehen des Lenkers in der Klemmung dem Fahrer angepasst werden. Auch die Nullstellung der Handhebel (Abstand zum Lenker) lässt sich mit einer Stellschraube der Fingerlänge entsprechend einstellen.
Bei den Gummigriffen hat sich Monty ebenfalls etwas einfallen lassen. Innen sowie außen, also an den Rändern des Griffes, befindet sich eine Nut (Kerbe), in der ein dünner Bindedraht verschwindet. Warum das, wollen sie wissen’ Mit dem Draht lässt sich das Ende der Griff perfekt an den Lenker pressen und somit verschließen. So wird verhindert, dass Feuchtigkeit zwischen Griff und Lenker gelangen und ihn somit lösen kann. Nichts ist nämlich schlimmer, als nicht fest sitzende Griffe beim Trialen.
Das fest mit der Tretkurbel zu einer Einheit verpresste Kettenblatt mit 21 Zähnen wird durch einen soliden Unterschutz geschützt. Dieses Aluteil hat ein Sägezahnprofil und verhindert somit, dass das Bike nach hinten vom Hindernis zurückrutscht. Ein Gummiblock zwischen Schutz und Rahmen dämpft die Schläge durch Feindberührung.
Bleiben noch die Laufräder. Alunaben mit Konuslagern, Alukastenfelge von und Alu Hohlkammerfelge hinten, verchromte Speichen (36 pro Rad) und die trialspezifische Bereifung: 20-2.0 vorn und 19-2.6 hinten. Abgebremst werden die Räder vorn und hinten mit V-Bremsen aus Alu. Die Rückstellkräfte der einzelnen Bremsarme lassen sich einzeln einstellen. Dadurch wird verhindert, dass sie Bremse an der Felge schleift
Das 219 Kamel ist in schwarz/weiß und wiegt 11,26 kg